Sven in Bolivien
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Mo

31

Aug

2009

Die Ankunft

Es ist 11:14 Uhr in Cochabamba (Bolivia) und ich sitze bei der Mittagshitze in einem Internetcafe im Zentrum und schreibe den ersten Artikel aus Bolivien in meinen Blog.

 

Angefangen hat alles in Muenster am Flughafen. Dort ging es Mittwoch morgen um 5:50 Uhr los. Ueber den Flug laesst sich nicht sehr viel sagen, ausser dass er natuerlich viel zu lang war.

 

Angekommen in Buenos Aires bezogen wir zu fuenft ein Zimmer mitten im Zentrum und gingen gegen Abend noch etwas trinken. Am naechsten Tag hatten wir noch ein wenig Zeit, die Stadt zu erkunden und ich nutzte die Gelegenheit und besuchte eine Bekannte in Buenos Aires.

 

Um 18:30 Uhr sollte es dann losgehen. Am Bus Terminal erwarteten wir unseren Bus nach Cochabamba. Jedoch kam und kam er nicht. So gegen halb neun fuhr er dann doch vor.

 

Die Fahrt entpuppte sich schliesslich als die reinste Strapaze. Bei einer Aussentemperatur von ca. 30ºC ohne Klimaanlage kommt man schon ganz schoen ins Schwitzen. Angehalten haben wir kaum und die Verpflegung an Board war auch sehr schlecht. Ich hatte in meinem Leben noch nie einen solchen Hunger. Waehrden der Fahrt gab dann die vorher bereits anegerissene Windschutzscheibe ihren Geist auf und vom der Decke fiel eine Leiste ab, sodass wir gezwungen waren, in Santa Cruz (Bolivia) anzuhalten und den Bus zu wechseln. Nach ca. 4 Stunden Aufenthalt in Santa Cruz ging es dann mit einem noch schlechteren Bus nach Cochabamba weiter und am Sonntag Morgen gegen 4:00 Uhr kamen wir dann am Terminal in Cochabamba an. Zur Erinnerung: die Reise von Muenster nach Cochabamba hat ca. 100 Stunden gedauert.

 

Hier in Cochabamba wohnen wir sehr weit oben auf dem Berg. Der Ausblick ist super geil. Man kann die ganze Stadt ueberblicken. Das Haus, das wir bezogen haben, ist noch sehr neu und einige Dinge funktionieren noch nicht sehr gut. Die Elektrizitaet funktioniert nicht immer, wie man es sich wuenscht und das Wasser laeuft auch nicht. Haende werden in einem Eimer Brunnenwasser gewaschen, Zaehne werden mit Trinkwasser aus Flaschen gewaschen und auch das Geschirr wird mit Trinkwasser gespuelt. Duschen kann man momentan auch nur mit einem Eimer Wasser aber heute wird hoffentlich die Pumpe ausgetauscht.

 

Mit dem Bus dauert es ca. 25 Minuten bis man genau im Zentrum der Stadt ist. Gestern haben wir schon ein wenig die Stadt erkundigt und uns ein Ligaspiel zwischen Cochabamba und La Paz angeschaut. Die Stimmung im Stadion war gut, doch leider hat Cochabamba 0:1 verloren.

 

Tja, was gibt es sonst noch zu sagen. Heute Nachmittag werden wir in das Hilfsprojekt eingefuehrt und morgen frueh gehen wir das erste Mal zur Sprachschule.

 

Die Preise hier sind sehr sehr sehr niedrig. Wenn ich jetzt nach rechts gehe und mir eine Cola aus dem Kuehlschrank nehme zahle ich dafuer umgerechnet 10 Cent und wenn ich gleich nach einer Stunde Internet 20 Cent bezahlen muss, ist das auch noch ertraeglich.

 

So, momentan faellt mir leider nichts mehr ein. Ich melde mich spaeter wieder und Fotos kommen natuerlich auch noch.

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4 Kommentare

  • #1

    Wolff (Montag, 31 August 2009 17:55)

    Moin Sven, dann erhol dich erstmal von den Strapazen der Busfahrt. Ich freue mich schon voll auf Fotos. Ich war Donnerstag auf nem Coldplay Konzert in Düsseldorf mit Anki. War mega schön. Am Freitag zelten wir voraussichtlich am Teich...

    Zum Glück gibt es das Internet, berichte weiterhin!! ist mega interessant!

    Gruß, Wolff

  • #2

    Roman (Montag, 31 August 2009 19:27)

    bring mir Cola mit :)

  • #3

    Walter Borghardt (Dienstag, 01 September 2009 16:48)

    Hallo Sven, die ersten Strapazen hast du ja nun überstanden. Jetzt kommt die eigentlich unbekannte aber wohl erfahrungsreiche Zeit. Alles Gute, lass dich nicht unterkriegen und überstehe alles gut.
    Ich werde deine "Berichterstattung" mit Interesse verfolgen.
    Gruß Papa

  • #4

    Ute Borghardt-Fosså (Donnerstag, 03 September 2009 22:28)

    Hallo Sven,
    danke für die interessante Schilderung der Reise. GottseiDank musste mein Rücken diese lange Strapaze nicht mitmachen...
    Bin ganz der Meinung von Wolf: Dank Internet können wir Dir prima folgen und freuen uns natürlich auf aktuelle Nachrichten von Dir.
    Wir haben seit Sonntag ein neues Au-pair, Theresa, die sowohl sehr nett als auch hilfsbereit ist. Durch sie lernen wir jetzt Schwäbisch!
    Pass auf Dich auf!
    Viele Grüsse von Ute und den restlichen Fossås

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