Sven in Bolivien

Willkommen,

auf meiner Homepage.


Mein Name ist Sven Borghardt und mit dieser Homepage möchte ich Sie über mein freiwilliges Jahr in Bolivien informieren.

 

Mein Blog

So

03

Jan

2009

Der Jahreswechsel

Wir schreiben das Jahr 2010 und einer meiner guten Vorsätze für's neue Jahr ist, wieder häufiger auf meinem Blog zu berichten, was ich so erlebe.

 

Da seit meinem letzten Bericht schon einige Zeit verstrichen ist, gibt es natürlich einiges zu erzählen. Lange Zeit ging der Alltag so weiter, wie ich ihn zuvor beschrieben hatte. Morgens betreuten wir die Kinder individuell und nachmittags betrieben wir dann Hausaufgabenhilfe mit allen Kindern.

 

Ende November begannen dann die Ferien in Bolivien und die Kinder hatten deshalb natürlich auch weniger Hausaufgaben auf. Damit sie trotzdem weiterhin zu uns kommen konnten, baten wir andere Dinge an. Wir organisierten Spiele, machten Ausflüge und bastelten.

 

In den letzten drei Wochen vor Weihnachten besuchten wir jeden Tag eine der Familien, deren Kinder wir betreuen, brachten Kekse mit, sangen und lasen ein wenig in der Bibel. Das war für mich selbst eine grosse Erfahrung, denn so hatte man mal die Gelegenheit, zu sehen, wir die Kinder und ihre Familien leben. Viele leben in grosser Armut und mit vielen Familienmitglieder auf sehr kleinem Raum.

 

Vor Weihnachten wurden dann kleine Geschenke an die Kinder verteilt und noch eine gemeinsame Schokolade getrunken.

 

Dann machte ich mich auf nach Argentinien, um dort die Weihnachten zu verbringen. Nach zwei Tagen mit dem Bus kam ich in San Miguel de Tucuman an. Die Hitze dort war zeitweise nicht auszuhalten, aber auch wenn es eine total andere Weihnacht war als ich es von zu Hause gewohnt war, war es doch sehr schön.

 

In Cochabamba zurück ging es dann an die Arbeit. In der restlichen Ferienzeit ist es unsere Aufgabe, die Räumlichkeiten aufzubessern. Dazu gehört ein wenig mauern, streichen und aufräumen. Anschliessend werden wir dann noch Arbeitsmaterial für das neue Schuljahr vorbereiten und dann kommen auch schon bald die Kinder wieder zu uns.

 

So weit die Lage aus Cochabamba. Bis bald...

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Sa

17

Okt

2009

Eine Arbeitswoche

Hallo,

 

nach langer Zeit schreibe ich mal wieder einen Blog Artikel.

 

Ich moechte hier beschreiben wie ein Arbeitstag beziehungsweise eine Arbeitswoche aussieht.

 

Ich beginne meine Arbeitswoche montags gegen 9:30 Uhr indem ich ein Kind mit schulischen Schwierigkeiten aus dem Unterricht heraushole und mit ihm Einzelunterricht mache. Jeden Morgen holen meine drei Mitfreiwilligen und ich so je ein bis zwei Kinder aus dem Unterricht. Erst lernen wir ein wenig mit ihnen und anschliessend darf auch ein wenig gespielt werden.

 

Die schulischen Probleme, die die Kinder haben sind gravierend und ruehren haeufig von den familiaeren Problemen der Kinder her. So zum Beispiel D., den ich betreue und der mit seiner Mutter und seinen Geschwistern, die auch von anderen Freiwilligen betreut werden, unter der Woche ab und zu abends auf den Markt zum Betteln geht. Dass man sich dann am naechsten Morgen in der Schule nicht konzentrieren kann, wundert wohl niemanden. Bei vielen Familien weiss man aber auch nicht, was wirklich zu Hause passiert.

 

Um 12 Uhr sind wir dann fertig mit dem individualen Unterricht und wir essen in der Einrichtung. Um 14 Uhr dann sind alle Kinder eingeladen zur Betreuung zu kommen. Von 14 bis 16 Uhr kommen die Erst- bis Drittklaessler mit ihren Hausaufgaben und nach einer Stunde Arbeit darf dann auch gespielt werden. Anschliessend kommen dann die aelteren Schueler, die bis zur Mittelstufe reichen.

 

Um 18 Uhr ist dann der Tag vorbei und man hat noch ein bisschen Zeit fuer sich selbst.

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Mi

16

Sep

2009

Mein Wochenende

Ich will hier mal ganz schnell mein Wochenende beschreiben. Es ist zwar schon Mittwoch, aber was soll's?

 

Freitag Abend waren wir nur in der Stadt unterwegs.

 

Am Samstag morgen machten wir uns gemeinsam mit anderen Sprachschuelern aus der Sprachschule auf den Weg nach Inca Rakay. Das sind alte und sehr grosse Inkaruinen hier in der Naehe von Cochabamba. Die Landschaft war enorm und die Eindruecke die wir dort bekamen waren sehr schoen. Einige Fotos davon koennt ihr unter Fotos betrachten.

 

Sonntag ging es hier in Cochabamba um den Abstieg. Der lokale Verein Wilstermann empfing die Gaeste aus Oruro. Die Presse sprach vom wichtigsten Spiel in der 60-jaehrigen Vereinsgeschichte. Wir gingen natuerlich hin. Die Stimmung war enorm, denn wir standen genau im Fanblock. Leider hatte ich meine Kamera nicht dabei. Das Spiel war auch ganz gut und eigentlich haetten wir klar gewinnen muessen. In der ersten Halbzeit tat sich allerdings kein Tor auf und die Fans wurden schon etwas unruhig. Das Polzeiaufgebot hier in Bolivien ist ziemlich hoch und die Polizisten im Stadion stellten sich dann mitten in den Fanblock. Jeder Polizist traegt hier immer eine Shotgun mit sich rum. Man sieht niemanden, der mit seiner Bewaffnung nicht locker einen kleinen Krieg fuehren koennte. Doch die Fans liessen sich nicht einschuechtern und so kam ich das erste Mal in meinem Leben in den Genuss von Traenengas, haessliches Zeug. In der zweiten Halbzeit erzielte Wilster dann nach vergebenem Elfer doch noch ein Tor und die Welt war gerettet. Leider liess der Schiri etwa 10 Minuten nachspielen, was die Fans gar nicht gut stimmte, aber es reichte dann doch noch fuer ein 1:0 Sieg.

 

Danach zog die gesamte Fangemeinde auf die Strassen, natuerlich begleitet von immer einem Wagen mit einer kleinen Armee von Polizisten auf der Trageflaeche und dahinter stets zwei Motorraeder mit je einem Fahrer und einem Shotgun-Halter hintendrauf. Aber das konnte die Stimmung nicht trueben.

 

Montag war hier Feiertag. Die Stadt feierte den 199. Jahrestag ihrer Unabhaengigkeit. In der Stadt gab es die ein oder andere Parade. Das war doch recht interessant.

 

Heute ist Mittwoch und ich gehe gleich mal zur Sprachschule. So weit so gut...

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Mo

07

Sep

2009

Die erste Woche

Es ist wieder Montag und ich sitze wieder im Internetcafe. Der letzte Eintrag hier ist eine Woche her und in der Woche ist natuerlich einiges passiert hier.

 

Montag ging es erneut in die Stadt auf Erkundungstour und mittlerweile kann ich wirklich behaupten, dass ich mich hier schon ganz gut auskenne. Eigentlich sollte am Montag auch der Sprachkurs beginnen, doch in der Sprachschule gab es ein kleines Problem und so wurde der Kurs auf Dienstag verschoben.

 

Dienstag Morgen wollten wir schliesslich aufbrechen doch die Busfahrer machten uns leider einen Strich durch die Rechnung, denn sie streikten, wie es hier haeufiger der Fall ist. Also wurde es wieder nichts mit der Sprachschule, die etwa 6 Kilometer ausserhalb vom Zentrum liegt und wir machten uns einfach zu Fuss auf den Weg ins Zentrum, vorbei an den Blockaden der Busfahrer, die ihre Busse auf die Hauptverkehrsstrasse gestellt hatten. Also wieder kein Sprachkurs, verschoben auf Mittwoch. Die angesagte Besprechung mit allen neuen Freiwilligen wurde auch auf den Nachtag verschoben.

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Mo

31

Aug

2009

Die Ankunft

Es ist 11:14 Uhr in Cochabamba (Bolivia) und ich sitze bei der Mittagshitze in einem Internetcafe im Zentrum und schreibe den ersten Artikel aus Bolivien in meinen Blog.

 

Angefangen hat alles in Muenster am Flughafen. Dort ging es Mittwoch morgen um 5:50 Uhr los. Ueber den Flug laesst sich nicht sehr viel sagen, ausser dass er natuerlich viel zu lang war.

 

Angekommen in Buenos Aires bezogen wir zu fuenft ein Zimmer mitten im Zentrum und gingen gegen Abend noch etwas trinken. Am naechsten Tag hatten wir noch ein wenig Zeit, die Stadt zu erkunden und ich nutzte die Gelegenheit und besuchte eine Bekannte in Buenos Aires.

 

Um 18:30 Uhr sollte es dann losgehen. Am Bus Terminal erwarteten wir unseren Bus nach Cochabamba. Jedoch kam und kam er nicht. So gegen halb neun fuhr er dann doch vor.

 

Die Fahrt entpuppte sich schliesslich als die reinste Strapaze. Bei einer Aussentemperatur von ca. 30ºC ohne Klimaanlage kommt man schon ganz schoen ins Schwitzen. Angehalten haben wir kaum und die Verpflegung an Board war auch sehr schlecht. Ich hatte in meinem Leben noch nie einen solchen Hunger. Waehrden der Fahrt gab dann die vorher bereits anegerissene Windschutzscheibe ihren Geist auf und vom der Decke fiel eine Leiste ab, sodass wir gezwungen waren, in Santa Cruz (Bolivia) anzuhalten und den Bus zu wechseln. Nach ca. 4 Stunden Aufenthalt in Santa Cruz ging es dann mit einem noch schlechteren Bus nach Cochabamba weiter und am Sonntag Morgen gegen 4:00 Uhr kamen wir dann am Terminal in Cochabamba an. Zur Erinnerung: die Reise von Muenster nach Cochabamba hat ca. 100 Stunden gedauert.

 

Hier in Cochabamba wohnen wir sehr weit oben auf dem Berg. Der Ausblick ist super geil. Man kann die ganze Stadt ueberblicken. Das Haus, das wir bezogen haben, ist noch sehr neu und einige Dinge funktionieren noch nicht sehr gut. Die Elektrizitaet funktioniert nicht immer, wie man es sich wuenscht und das Wasser laeuft auch nicht. Haende werden in einem Eimer Brunnenwasser gewaschen, Zaehne werden mit Trinkwasser aus Flaschen gewaschen und auch das Geschirr wird mit Trinkwasser gespuelt. Duschen kann man momentan auch nur mit einem Eimer Wasser aber heute wird hoffentlich die Pumpe ausgetauscht.

 

Mit dem Bus dauert es ca. 25 Minuten bis man genau im Zentrum der Stadt ist. Gestern haben wir schon ein wenig die Stadt erkundigt und uns ein Ligaspiel zwischen Cochabamba und La Paz angeschaut. Die Stimmung im Stadion war gut, doch leider hat Cochabamba 0:1 verloren.

 

Tja, was gibt es sonst noch zu sagen. Heute Nachmittag werden wir in das Hilfsprojekt eingefuehrt und morgen frueh gehen wir das erste Mal zur Sprachschule.

 

Die Preise hier sind sehr sehr sehr niedrig. Wenn ich jetzt nach rechts gehe und mir eine Cola aus dem Kuehlschrank nehme zahle ich dafuer umgerechnet 10 Cent und wenn ich gleich nach einer Stunde Internet 20 Cent bezahlen muss, ist das auch noch ertraeglich.

 

So, momentan faellt mir leider nichts mehr ein. Ich melde mich spaeter wieder und Fotos kommen natuerlich auch noch.

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Di

27

Jan

2009

Bolivien neu gegründet

Demonstranten in La Paz feiern die Annahme der neuen Verfassung

Von Benjamin Beutler


»Heute, am 25. Januar 2009, gründet sich Bolivien als ein Land der Chancengleichheit für alle neu«, bejubelte Boliviens Staatspräsident Evo Morales kurz nach Bekanntgabe erster Wahlergebnisse die formale Annahme der neuen Verfassung. 3,9 Millionen Stimmberechtigte waren am Sonntag aufgerufen, darüber zu entscheiden. Nach vorläufigen Auszählungsergebnissen haben um die 61 Prozent mit »Ja« gestimmt, rund 36 Prozent hätten das »Nein« auf dem Stimmzettel angekreuzt. Das Oberste Nationale Wahlgericht (CNE) lobte die mit 90 Prozent »historisch hohe Wahlbeteiligung«. Internationale Beobachterkommissionen sprachen von einer »fairen Wahl«. Vom Balkon des »Palacio Quemado« der Hauptstadt La Paz richtete sich Morales an die »am meisten Erniedrigten und Ausgegrenzten, die Bauern und Indígenas«. Vor den zu Tausenden zur »Plaza Murillo« gekommenen Anhängern der Regierungspartei »Regierung zum Sozialismus« (MAS) verwies Morales auf den Geist der neuen Magna Charta: »Hier und heute ist Schluß mit dem inneren und äußeren Kolonialismus«. Noch vor 50 Jahren war der indigenen Bevölkerungsmehrheit der Zutritt zur allseits beliebten »Plaza Murillo« zwischen Regierungssitz, Parlament und Kathedrale verboten. Heute hingegen »gehen wir von Sieg zu Sieg«, freute sich Lateinamerikas erster indigener Präsident über den dritten demokratischen Abstimmungserfolg seit seiner Wahl 2005 (54 Prozent) und einem Amtsenthebungsreferendum 2008 (64 Prozent). »Die Versteigerung des Landes ist beendet«, nahm Morales Bezug auf das verfassungsrechtliche Privatisierungsverbot von Bodenschätzen und Grundbedürfnissen. »Die Verräter, die Bolivien verscherbelt haben, sind erneut besiegt worden vom Gewissen des Volkes, das diesen Wandel garantiert«, so der MAS-Chef, dem Venezuelas Hugo Chávez sofort telefonisch zum »erreichten Sieg« gratuliert hatte. Vizepräsident Álvaro García Linera sprach vom »bedeutendsten politischen Moment in der republikanischen Geschichte«.

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Mo

26

Jan

2009

Mein FSJ in der Presse

Um die Leute über mein Vorhaben zu informieren und die Bevölkerung um Spenden zu bitten, wandte ich mich im Dezember an die Münstersche Zeitung und die Samtgemeinde Spelle. Beide machten es mir möglich, einen Artikel in dem jeweiligen Blatt zu veröffentlichen.

 

Hier haben nun auch Sie die Möglichkeit, diese Artikel anzusehen:

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So

21

Dez

2008

Land der Waisenkinder

In Bolivien wächst eine ganze Generation ohne Eltern auf

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Mein persönlicher Flyer
Hier haben Sie die Möglichkeit, meinen Flyer herunterzuladen, um für mich und mein Projekt zu werben.
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